Die Zahl des Monats März
Alle 10 Minuten wird in Rheinland-Pfalz im Schnitt eine neue PV-Anlage installiert.
04.03.2026
Daten zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien 2025 im Energieatlas
Für das Jahr 2025 liegen die Zubauzahlen für Erneuerbare-Energien-Anlagen auf kommunaler Ebene im Energieatlas Rheinland-Pfalz vor. Sie bestätigen weiterhin einen positiven Trend. Sowohl bei der Photovoltaik (PV) als auch bei der Windenergie zeigen sich deutliche Entwicklungen: Mit gut 814 MW lag der Brutto-Zubau von Photovoltaik-Anlagen in Rheinland-Pfalz zwar unter dem Vorjahreswert von 2024 (949,7 MW), jedoch weiterhin deutlich über dem ausgegebenen Zubauziel von 500 MW. Bei der Windenergie wurde mit rund 226 MW der Brutto-Zubau gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert. Bei weiteren Erneuerbaren Energien, wie Biomasse und Wasserkraft, erfolgte kein nennenswerter Zubau. Insgesamt wurden in Rheinland-Pfalz brutto rund 1.044 MW Leistung (+11 Prozent gegenüber dem Bestand von 2024) an Erneuerbaren Energien zugebaut.
Im gesamten Bundesland waren damit 2025 rund 10.789 MW Bruttoleistung Erneuerbare-Energien-Anlagen zur Stromerzeugung in Betrieb. Aufgeschlüsselt nach Energieträgern sind dies:
Bestand 2025 | Brutto-Zubau 2025 | |||
| Energieträger | Anzahl | Bruttoleis-tung (MW) | Anzahl | Bruttoleis-tung (MW) |
| Photovoltaik | 340.357 | 5.952 | 55.175 | 814.550 |
| Biomasse | 416 | 190 | 9 | 4,3 |
| Gas (Deponie/Klärgas) | 92 | 13,7 | - | - |
| Wasserkraft | 272 | 237 | - | - |
| Windenergie | 1851 | 4.388 | 44 | 226 |
| Geothermie | 2 | 7,8 | - | - |
| Summe 2025 | 342.990 | 10.789 | 55.228 | 1.044 |
Im Jahr 2025 wurde in Rheinland-Pfalz erneut ein Höchstwert an Genehmigungen für Windenergieanlagen gemeldet: Es wurden rund 1.388 MW an Windenergieleistung genehmigt, die in den kommenden Jahren zu einer weiteren Steigerung der Leistung führen werden.
Über ein Drittel der zugebauten PV-Leistung entfällt auf Freiflächenanlagen über 5 MW
Gut 72 Prozent der 55.175 neugebauten PV-Anlagen waren kleiner als 10 kW und trugen 14 Prozent der neu-installierten Leistung bei. Dies waren fast ausschließlich Anlagen auf Hausdächern, Gebäuden und an Fassaden. Bei weiteren 26 Prozent handelte es sich um Anlagen mit Leistungen von 10 bis 30 kW, die gut ein Viertel der neu-installierten Leistung ausmachen. 48 Prozent der Leistung wurden in Anlagen größer 750 kW (394 MW) zugebaut, der größte Teil davon als Freiflächen-Anlagen (338 MW). So setzt sich erneut der Trend der vergangenen Jahre fort: Installiert werden überwiegend kleinere Dachanlagen sowie zunehmend auch Balkonkraftwerke (mit 28.837 gut die Hälfte der Anlagen). Zugleich verstärkt sich der seit 2021 zu beobachtende Trend hin zu mehr Freiflächenanlagen. Insbesondere Anlagen mit einer Leistung größer 5.000 kW tragen maßgeblich zum Leistungszubau bei. Allein 25 neu errichtete Anlagen dieser Größenklasse vereinten rund 291 MW und damit über ein Drittel der insgesamt zugebauten Leistung auf sich.
Kommunen als Motor der Energiewende
Spitzenreiter beim Photovoltaik-Zubau war 2025 wie im Vorjahr die Verbandsgemeinde Zell (Mosel), Landkreis Cochem-Zell: hier wurden rund 70,7 MW PV-Leistung zugebaut. Der Hauptanteil entfällt dort auf ein Agri-PV-Projekt mit rund 68 MW Leistung, in der Gemeinde Briedel, bei dem Stromerzeugung mit Rinderweide kombiniert wurden. An zweiter Stelle steht die Verbandsgemeinde Alzey Land mit einem Zubau von 38,2 MW, vor allem durch die Inbetriebnahme des Solarparks Lonsheim, mit 35 MW.
Bei der Windenergie liegt die Verbandsgemeinde Saarburg-Kell (Landkreis Trier-Saarburg) an der Spitze mit einem Zubau von 28,5 MW Leistung (Windpark Zerfer Schneeberg mit 5 Anlagen à 5,7 MW). Die Verbandsgemeinde Wöllstein konnte durch Repowering einen Netto-Leistungszuwachs von 23,7 MW erreichen. Hier ersetzen 8 Windkraftanlagen mit zusammen 44,5 MW in Gau-Bickelheim und Gumbsheim 10 Anlagen mit Leistungen zwischen jeweils 800 und 2400 kW.
Interessierte können sich die Entwicklung der Erneuerbaren Energien in den rheinland-pfälzischen Kommunen in der aktualisierten Themenkarte EE-Stromerzeugung - Bestand im Detail anschauen. Die Karte bietet einen Überblick über Anlagenzahl und installierte Leistung je Energieträger.
Mit der Ergänzung des Datenjahres 2025 erfolgte auch eine Aktualisierung der Vorjahresdaten.
Die Karte der EE-Einzelanlagen, die alle EE-Anlagen in Rheinland-Pfalz mit einer Leistung über 50 kW inklusive Detailinformationen standortscharf abbildet, wurde ebenfalls aktualisiert.
Die aktualisierte Datengrundlage fließt auch in die Berechnung der genutzten Solarpotenziale ein, sodass auch dort das Jahr 2025 freigeschaltet wurde.
Die weiteren Themenkarten können abgerufen werden unter:
Die neue Datenstory zu Agri-Photovoltaik
Agri-Photovoltaik verbindet Stromproduktion und Landwirtschaft. Unsere neue Datenstory zeigt, welche Vorteile die Agri-PV bietet und wie die Technik zur Energiewende in Rheinland-Pfalz beitragen kann.
Die Zahl des Monats Februar
2025 wurden in Rheinland-Pfalz 21.889 E-Autos neu zugelassen. Damit war jede fünfte Pkw-Neuzulassung im Land rein elektrisch.
11.02.2026
Entwicklung der Ladeinfrastruktur in Rheinland-Pfalz – Zahlen für 2025 im Energieatlas Rheinland-Pfalz online
Die Ladeinfrastruktur für das Jahr 2025 ist nun im Energieatlas verfügbar. Berücksichtigt sind alle Ladesäulen mit Inbetriebnahme bis einschließlich 22.12.2025. Die nächste Aktualisierung ist im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Pkw‑Statistik vorgesehen (voraussichtlich im Juni 2026). Dabei werden Nachmeldungen eingearbeitet, um das Jahr 2025 vollständig abzubilden.
Für die dargestellten öffentlichen Ladestationen können detaillierte Auswertungen bis auf die Ebene der Verbandsgemeinden sowie der Landkreise vorgenommen werden.
Ladeinfrastruktur: Gesamtladekapazität in RLP bei rund 390.640 kW
Im Jahr 2025 ist der Bestand an öffentlicher Ladeinfrastruktur gegenüber dem Vorjahr erneut angestiegen. Landesweit wurden insgesamt 533 öffentlich zugängliche Ladesäulen mit insgesamt 971 Ladepunkten errichtet. Darunter befinden sich 222 Normalladesäulen sowie 311 Schnellladesäulen mit einer Leistung von über 22 Kilowatt (Datenstand: 12.01.2026).
Damit erhöht sich der landesweite Bestand auf insgesamt 4.000 Ladesäulen, darunter 2.488 Normalladesäulen und 1.512 Schnellladesäulen mit zusammen 7.114 Ladepunkten. Hervorzuheben ist, dass die gesamte installierte Ladeleistung im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf nunmehr 390.640 Kilowatt angestiegen ist.
Den stärksten Zuwachs verzeichnete 2025 die kreisfreie Stadt Mainz mit 71 neu installierten Ladesäulen (127 Ladepunkten). Es folgen die kreisfreie Stadt Kaiserslautern mit 43 Ladesäulen (78 Ladepunkten) sowie die kreisfreie Stadt Koblenz mit 32 Ladesäulen (67 Ladepunkten). Insgesamt zeigt die Entwicklung der öffentlichen Ladeinfrastruktur weiterhin eine hohe Dynamik, verbunden mit einem für Rheinland-Pfalz charakteristisch hohen Anteil an Schnellladeeinrichtungen.
Weitere Fachinformationen rund um das Thema Mobilität erhalten Sie bei der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz über das Projektteam der "Lotsenstelle für alternative Antriebe", welches Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger bei der Umstellung auf alternative Antriebe unterstützt.
Die aktualisierte Übersichtskarte finden Sie hier:
Die Zahl des Monats Januar
Rheinland-Pfalz erreichte zum Ende des Jahres 2025 eine installierte Leistung von 10,69 GW an erneuerbaren Energien. Auch der Ausbau überschritt erneut die 1-Gigawatt-Marke.
14.01.2026
Aktualisierung der Klimaschutzaktivitäten
Die Übersichtskarte Kommunale Klimaschutzaktivitäten im Energieatlas wurde aktualisiert. Sie zeigt, mit welchen geförderten Konzepten, Akteuren und Aktivitäten Kommunen in Rheinland-Pfalz den Klimaschutz voranbringen. Grundlage der Aktualisierung ist der Förderkatalog des Bundes.
Ergänzt wurden die Vorreiterkonzepte, Anschlussförderungen sowie weitere geförderte Aktivitäten. Die Karte wird vierteljährlich aktualisiert.
Auch bereits vorliegende kommunale Wärmepläne sind in der Karte enthalten und werden fortlaufend ergänzt, sobald neue Informationen vorliegen.