Die Zahl des Monats Dezember
Der Wald in Rheinland-Pfalz ist nicht nur ein bedeutender Natur- und Lebensraum, sondern auch ein zentraler Klimaschützer. Als CO₂-Senke absorbiert der rheinland-pfälzische Wald rund 1,7 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr.
17.12.2025
Daten zum Stromverbrauch 2023 freigeschaltet
Die Daten zum Stromverbrauch 2023 in Rheinland-Pfalz wurden freigeschaltet. Der landesweite Endenergieverbrauch hat sich laut Strombilanz des Statistischen Landesamtes im Vergleich zum Vorjahr um 6% auf 25.521.636 Tsd. kWh vermindert.
Für unsere Karte „Stromverbrauch“ werden mit dem Einverständnis der Kommunen die Verbrauchsdaten von den einzelnen Netzbetreibern abgerufen und veröffentlicht. Dies ist ein kontinuierlicher Prozess, so dass vereinzelt noch nicht für alle dargestellten Jahre und Kommunen Daten vorliegen.
Für das Jahr 2023 liegt der Realanteil für 153 Verwaltungseinheiten bei 90%. Die Quote ist niedriger als im Vorjahr, da für das Jahr noch Daten eines relativ großen Netzbetreiber fehlen.
Fehlen für eine Kommune reale Daten, werden die Stromverbräuche anhand des landesweiten "Endenergieverbrauchs Strom" aus der Strombilanz des Statistischen Landesamtes berechnet. Die zu Grunde liegende Methodik finden Sie hier: Datenquellen und Methodik
Die berechneten Daten sind durch ein Taschenrechnersymbol gekennzeichnet.
Erfreulicherweise liegen mittlerweile von allen Kommunen die Einverständniserklärungen zur Datenabfrage bei den zuständigen Verteilnetzbetreibern vor. Unsere Mitarbeiter arbeiten kontinuierlich an der Akquise der aktuellen realen Stromverbrauchsdaten, um nach wie vor bestehende Datenlücken zu schließen. Sollten für Ihre Kommune noch keine Realdaten veröffentlicht sein, kontaktieren Sie uns bei Bedarf gerne unter datenservice@energieagentur.rlp.de.
Die neue Datenstory - Landkreisstory Cochem-Zell
Die Energiewende passiert vor unserer Haustür, in den Städten, Dörfern und Landkreisen von Rheinland-Pfalz. Jeder Landkreis steht dabei vor eigenen Herausforderungen, nutzt unterschiedliche Potenziale und entwickelt eigene Erfolgsgeschichten. Mit der Landkreisstory wollen wir genau diese sichtbar machen.
Der Landkreis Cochem-Zell geht dabei voran und zeigt, wie eine ländliche Region zum Vorreiter der erneuerbaren Energien wird.
10.12.2025
Daten zur EEG-Stromeinspeisung 2024 freigeschaltet – Starker Einfluss der Witterungsbedingungen sowie steigender Eigenverbrauch
2024 wurden in Rheinland-Pfalz rund 11,6 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom aus Erneuerbaren Energien im Rahmen der EEG-Förderung in die öffentlichen Netze eingespeist, was erstmals einen Rückgang um gut 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der Rückgang der EEG-Einspeisungen ist zum einen auf die zunehmende dezentrale Erzeugung und den sukzessiv steigenden Eigenverbrauch zurückzuführen. Zum anderen spielen Faktoren wie witterungsbedingte Schwankungen, der Auslauf der EEG-Förderung für eine Anlage sowie die Direktvermarktung eine Rolle. Besonders deutlich fällt der Rückgang bei der Windenergie aus, deren eingespeiste Strommenge um 19 Prozent niedriger liegt als im Vorjahr. Trotz dieser Entwicklungen bleibt die Aussagekraft der Daten ausreichend hoch, um regionale Unterschiede und lokale Entwicklungen weiterhin zuverlässig beurteilen zu können. Insgesamt macht die Windenergie mit 60 Prozent (rund 7 Mrd. kWh) weiterhin den größten Anteil des EEG-Stroms aus, gefolgt von Photovoltaik mit 22 Prozent (2,6 Mrd. kWh) sowie Wasser (11 Prozent; 1,2 Mrd. kWh) und Biomasse (6 Prozent; 0,7 Mrd kWh).
Zu beachten ist, dass es sich hierbei ausschließlich um die nach EEG vergütete Stromeinspeisung ins öffentliche Netz handelt. Strom aus Erneuerbaren Energien, der selbst genutzt oder direkt vermarktet wurde, ist in den hier ausgewerteten Daten nicht enthalten. Ebenso sind in die angegebene Leistung in kW nur jene Anlagen eingerechnet, die im betreffenden Jahr auch Strom gegen EEG-Vergütung ins Netz eingespeist haben.
Das Wetterjahr 2024
Deutschlandweit hält der beschleunigte Erwärmungstrend weiter an. Nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war 2024 erneut das wärmste Jahr seit Messbeginn. Das Temperaturmittel erreichte erstmals einen Wert von 10,9 °C und übertraf damit den Wert des Vorjahres um 0,3 Grad. Auch in diesem Jahr dominierten feucht-warme Bedingungen einhergehend mit extremen Temperaturspitzen und deutlich zu hohen Niederschlagsmengen. In Bad Neuenahr-Ahrweiler in Rheinland-Pfalz wurde im August die bundesweit höchste Temperatur des Jahres gemessen: 36,5 °C. Sowohl die Niederschlagswerte als auch die Sonnenstunden lagen über dem vieljährigen Mittel. Insgesamt fielen 903 Liter Niederschlag pro Quadratmeter (l/m²) und es wurden 1.700 Sonnenstunden aufgezeichnet.
In Rheinland-Pfalz lag die Jahresmitteltemperatur mit 10,9 °C um 2,3 °C über dem vieljährigen Mittel von 1961-1990 (8,6 °C) und war demnach deutlich zu warm. Der ungewöhnlich warme Frühling ging mit einem extrem nassen Mai einher. Auch der August sowie der Herbst setzten den Wärmetrend fort. Mit 1.585 Stunden schien die Sonne zwar weniger als im Vorjahr (1.800 Stunden), lag jedoch weiterhin rund 5 Prozent über dem vieljährigen Mittel. Die Einspeisemenge aus PV blieb auf einem konstant hohen Niveau und der Eigenverbrauch stieg erneut an. Weitere Details erfahren Sie im Abschnitt „Besonderheiten in den Daten zur EEG-Stromeinspeisung“.
Mit 99,8 Prozent lag der Windindex 2024 in Rheinland-Pfalz deutlich unter dem außergewöhnlich hohen Vorjahreswert von 110,2 Prozent und damit wieder sehr nah am langjährigen Mittel (100 Prozent). Dieser Rückgang gegenüber 2023 spiegelt sich in einer um 19 Prozent reduzierten eingespeisten EEG-Strommenge aus Windenergie wider.
Insgesamt fielen 918 l/m² Niederschlag in Rheinland-Pfalz – 14 Prozent mehr als im vieljährigen Mittel (807 l/ m²). Dies zeigt sich auch in der erzeugten Strommenge aus Wasserkraft, die 2024 mit rund 30 Prozent deutlich über der Menge des Vorjahres lag.
Besonderheiten in den Daten zur EEG-Stromeinspeisung
Die installierte Leistung EEG-geförderter Anlagen, die 2024 eine Vergütung erhielten, lag bei rund 8.404 MW für alle regenerativen Energieträger zusammen. Im Bereich Photovoltaik hat vor allem der weiterhin starke Zubau von Batteriespeichern dazu beigetragen, dass sich die Zunahme der EEG-Leistung um gut 19 Prozent nicht im gleichen Maße in der eingespeisten Strommenge niedergeschlagen hat. Die Leistung der Batteriespeicher stieg 2024 um 52 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf über 690 MW, ihre Speicherkapazität hat sich auf 980 MWh erhöht. Die eingespeiste Strommenge aus PV ist derweil lediglich um 8 Prozent auf rund 2,6 TWh gestiegen. Da für die Anlagenbetreiber jederzeit die Möglichkeit besteht, den produzierten Strom im Falle höherer Marktpreise (auch vorübergehend) direkt zu vermarkten, führt dies ebenfalls zu Schwankungen über die Jahre hinweg.
Während sich der Anteil der nach EEG-Förderung abrechnenden Anlagen bei Wasserkraft und Windenergie in den letzten vier Jahren wenig verändert hat, ist dieser bei der Photovoltaik seit 2020 um 17 Prozentpunkte gesunken.
Anteil der im Marktstammdatenregister registrierten Anlagen nach kW, die Strom gegen EEG-Förderung ins Netz einspeisen
| BIO | GAS | GEO | SOL | WAS | WIN | EE gesamt | |
| 2020 | 93% | 51% | 100% | 95% | 98% | 99% | 97% |
| 2021 | 85% | 42% | 100% | 92% | 97% | 98% | 95% |
| 2022 | 83% | 41% | 100% | 89% | 99% | 97% | 94% |
| 2023 | 86% | 41% | 100% | 80% | 99% | 97% | 88% |
| 2024 | 83% | 43% | 62% | 78% | 99% | 95% | 86% |
Stromhochrechnung 2024 bestätigt
Bevor die offiziellen Zahlen zur EEG-Stromeinspeisung vorlagen, veröffentlichte die EKA.rlp eine Stromhochrechnung, um die erwartete Stromerzeugung aus Sonne und Wind sowie die Stromeinspeisung für das Jahr 2024 in Rheinland-Pfalz abzuschätzen. Die Prognose lag bei 2.700 GWh für Photovoltaik (Eigenverbrauch herausgerechnet) und 7.200 GWh für Windenergie. Die nun vorliegenden EEG-Stromeinspeisungsdaten bestätigen diese Erwartungen weitgehend: Es wurden rund 2.600 GWh aus Photovoltaik und 7.000 GWh aus Windenergie eingespeist.
Weitere Informationen und Energieatlas-Karten zum Thema
Weitere Informationen zu Besonderheiten der EEG-Stromeinspeisungsdaten finden Sie unter Datenquellen und Methodik
Hier geht es zur Karte Stromeinspeisung
Hier geht es zur Karte Stromeinspeisung Veränderung zum Vorjahr.
Wetterdaten: DWD Deutschlandwetter 2024 und anemos Wind- und Ertragsindex* Report 2024.
* Ertragsindex für eine 3-MW Windenergieanlage auf 100 Meter über Grund
Praxisbeispiel-Highlights im Überblick
Zum Jubiläum des Energieatlas stellen wir Ihnen einen bunten Mix der aktuellsten Praxisbeispiele im Energieatlas vor. Dazu gehören die ersten KIPKI-geförderten Projekte (Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation), Maßnahmen aus dem Kommunalen Klimapakt (KKP) sowie weitere wirkungsvolle Vorzeigeprojekte, die in Kommunen, von Unternehmen und von engagierten Bürger:innen umgesetzt werden. Diese Projekte zeigen nicht nur, wie vielfältig die Wege in eine nachhaltige Zukunft sein können, sondern bieten auch wertvolle Erfahrungen, die zum Lernen und direkten Nachmachen anregen.
Die neue Datenstory - Jubiläumsspecial
Wie hat sich der Energieatlas in den letzten zehn Jahren entwickelt? Und welche Fortschritte hat die Energiewende im Land gemacht? Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Daten und Meilensteine – und werfen zugleich einen Blick darauf, wie sich der Energieatlas künftig weiterentwickeln wird.
Zur Jubiläumsstory:
27.11.2025
Update - Der Energieatlas bleibt stets in Bewegung. So sind wir bestrebt, Abläufe im Portal zu vereinfachen, Inhalte leichter zugänglich zu machen und Funktionen zu optimieren. Zum Energieatlas-Jubiläum finden Sie neben der neuen Startseite daher weitere technische Erneuerungen:
Neues Bilderkarussell in den Praxisbeispielen:
In den Praxisbeispielen steht Ihnen ab sofort ein Bilderkarussell zur Verfügung. Die Fotos können nun in einem größeren Format angezeigt und bequem durchgeblättert werden – für einen besseren Eindruck der Projekte und ihrer Details.
Verbesserungen bei den Energiesteckbriefen:
Dank der neuen Suche im Bereich der Energiesteckbriefe finden Sie den passenden Steckbrief jetzt noch schneller und gezielter. Zusätzlich unterstützt eine optimierte Navigationsstruktur innerhalb der Steckbriefe ein rasches Springen zwischen den einzelnen Abschnitten – und Sie behalten dabei trotzdem jederzeit den Überblick.
Verbesserte Themensuche:
Auch die Suche im gesamten Portal wurde optimiert und deutlicher hervorgehoben. Sie können nun gezielt nach Schlagworten, Verwaltungseinheiten oder freien Eingaben suchen. Die Ergebnisse lassen sich zusätzlich nach den Bereichen „Daten & Karten“, „Energiesteckbriefe“, „Informationen“ oder „Praxisbeispiele“ filtern.
26.11.2025
Neu im Energieatlas: Fernwärmenetze jetzt online verfügbar
Wie wird Ihre Wärme eigentlich erzeugt und verteilt? Der Energieatlas Rheinland-Pfalz zeigt dies jetzt noch umfassender: Neben den Nahwärmenetzen sind ab sofort auch die Fernwärmenetze in Rheinland-Pfalz online dargestellt.
Fernwärmenetze dienen der zentralen Wärmeversorgung von Gebäuden. Dabei wird Heizwärme und Warmwasser über isolierte Rohrleitungen transportiert und so effizient bereitgestellt. Die Fernwärme entsteht häufig als Nebenprodukt der Stromerzeugung oder bei der Verbrennung von Biomasse, Abfällen sowie fossilen Brennstoffen und wird meist in Heizkraftwerken oder Blockheizkraftwerken erzeugt.
Die Vorteile der Fernwärme sind: hohe Energieeffizienz, Umweltfreundlichkeit sowie Komfort und Versorgungsicherheit. Somit stellt die Fernwärme eine moderne, ökologisch und ökonomisch sinnvolle Lösung für die Wärmeversorgung ganzer Stadtteile oder Städte dar, und trägt zudem zur Reduzierung der CO2-Emmisionen bei.
Die Zahl des Monats November
11 TWh. So groß ist das Abwärmepotenzial aus der Industrie in Rheinland-Pfalz und es könnte für nahegelegene Industieanlagen nutzbar gemacht oder in Wärmenetze eingespeist werden.
Die neue Datenstory
Wie viel Strom hat Rheinland-Pfalz 2024 aus Sonne und Wind erzeugt? Und wie sehen erste Prognosen für 2025 aus?
Antworten auf diese Fragen finden Sie in der aktuellen Story:
Von der Leistung zur Erzeugung - Die Stromhochrechnung für Wind- und Solarenenergie
15.10.2025
Aktualisierung der Daten zur Stromerzeugung aus EE
Im Kartenbereich EE-Stromerzeugung wurden die Daten zur Entwicklung der Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien (im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registrierte Einheiten) um Nachmeldungen ergänzt. Damit werden sowohl nachgemeldete Inbetriebnahmen bis 2024 aber auch nachgemeldete endgültige Stilllegungen berücksichtigt.
Zur Sicherstellung der Datenqualität für die Kommunen erfolgte wie üblich eine Bereinigung auf regionaler Ebene. Durch die Nachmeldungen ergibt sich für das Jahr 2024 eine leichte Erhöhung des EE-Gesamtbestands auf 9.787,4 MW. Der aktualisierte Bestand für Photovoltaik liegt damit bei 5.131,3 MW, für Windkraft bei 4.209,3 MW.
Ebenfalls aktualisiert wurden die Karten
Solarpotenziale Photovoltaik (in Bezug auf das genutzte Potenzial)
Die Zahl des Monats Oktober
Die regionale Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien in Rheinland-Pfalz steigt bis 2030 auf mindestens eine Milliarde Euro an.
01.10.2025
Aktualisierung der Daten zur Ladeinfrastruktur
Im Kartenbereich Ladeinfrastruktur Bestand wurden die bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) gemeldeten, öffentlich zugänglichen Ladestationen für die Jahre 2024, 2023 und 2022 um Nachmeldungen ergänzt und freigeschaltet (BNetzA-Stand 26.08.2025).
Für das Jahr 2024 wurden in Rheinland-Pfalz zunächst 3.442 öffentlich zugängliche Ladesäulen erfasst (Stand 07.05.2025). Durch Nachmeldungen erhöhte sich die Anzahl auf 3.472, darunter 1.211 Schnell- und 2.261 Normalladesäulen (Stand 26.08.2025).
Die neue Datenstory
Warum ist Wasserstoff ein wichtiger Baustein der Energiewende? Wie kann mithilfe von Wasserstoff Energie langfristig gespeichert, transportiert und flexibel eingesetzt werden? Und welche Wasserstoff-Aktivitäten gibt es in Rheinland-Pfalz?
Antworten auf diese Fragen finden Sie in der aktuellen Story:
Die Zahl des Monats September
In Rheinland-Pfalz wurden bis Ende August bereits mehr als 500 MW an PV-Leistung zugebaut.
10.09.2025
Neu im Energieatlas: Die Karte zu den Wasserstoff-Aktivitäten in Rheinland-Pfalz
Im Energieatlas steht Ihnen nun eine Kartenanwendung für Wasserstoff-Aktivitäten im Land zur Verfügung.
Grüner Wasserstoff als vielfältig einsetzbarer Energieträger ist ein wichtiger Baustein der regionalen Energiewende und wird zum Motor für die Sektorenkopplung.
Die neue Kartenanwendung im Energieatlas zeigt Ihnen, wo in Rheinland-Pfalz bereits Projekte und Akteure aktiv sind und wie sie den Aufbau einer landesweiten Wasserstoffwirtschaft unterstützen. In der Karte kann zwischen unterschiedlichen Projekten (Erzeugung, Speicherung, Infrastruktur und Anwendung) und Akteuren (Bildung & Forschung, Cluster & Netzwerke und Unternehmen) gefiltert werden.
Zusätzlich ist für Sie in der Karte das geplante Wasserstoff-Kernnetz 2032 visualisiert.
Die neue Datenstory
Warum ist Abwärme ein wichtiger Baustein der Wärmewende? Wie kann Abwärme nutzbar gemacht werden und welche Potenziale gibt es in Rheinland-Pfalz?
Antworten auf diese Fragen finden Sie in der aktuellen Story:
Die Zahl des Monats August
86 % der Landkreise und kreisfreien Städte sind mit einer Treibhausgas-Bilanz im Energieatlas vertreten.
06.08.2025
Die kommunalen Energie- und THG-Bilanzen im Energieatlas Rheinland-Pfalz sind aktualisiert – Rund ein Fünftel der Bilanzen mit Bilanzjahr 2022
Wie steht es um den Energieverbrauch und den Klimaschutz in den Kommunen in Rheinland-Pfalz?
Im Energieatlas Rheinland-Pfalz stehen Ihnen ab sofort 130 kommunale Energie- und Treibhausgas-Bilanzen von Landkreisen, Städten und Verbandsgemeinden zur Verfügung, die einen Einblick in den Stand des Klimaschutzes in Ihren Kommunen liefern.
Insgesamt sind rund zwei Drittel der rheinland-pfälzischen Kommunen mit mindestens einer Bilanz im Energieatlas vertreten. Betrachtet man nur die Bilanzen der Landkreise und kreisfreien Städte, beträgt die Abdeckung sogar mehr als 86 Prozent.
Bereits rund ein Fünftel der Bilanzen bilden das Bilanzjahr 2022 ab. Der Großteil - etwa drei Fünftel – basiert auf Daten aus dem Jahr 2019. Weitere Bilanzen stammen aus den Jahren 2017 und 2018. Die Jahre 2020 und 2021 werden aufgrund der nicht repräsentativen Ausgangslage durch Corona nicht dargestellt. Einige Kommunen beginnen bereits mit den Energiebilanzen für 2023, da die Emissionsfaktoren seit Kurzem verfügbar sind.
Hier geht es zu den Karten der kommunalen Bilanzierung und den Kontaktinformationen.
Die Zahl des Monats Juli
In Rheinland-Pfalz gibt es 40 Energiegenossenschaften, die Bürger zu Mitgestaltern der Energiewende machen
03.07.2025
Neue Funktion im Klimaschutz-Dashboard: Themenreiter jetzt verfügbar
Ab sofort stehen im Klimaschutz-Dashboard Rheinland-Pfalz Themenreiter zur Verfügung. Nutzerinnen und Nutzer können gezielt Daten und Informationen zu zentralen Bereichen der Energiewende und des Klimaschutzes abrufen. Zum Start stehen vier Themen zur Verfügung: Erneuerbare Energien, Strom, Wärme und Mobilität.
Weitere Widgets in den Themenreitern sowie zusätzliche Themenbereiche werden sukzessiv ergänzt, um das Angebot kontinuierlich auszubauen.
02.07.2025
Update: Verbesserter Kartenexport im Energieatlas
Der Kartenexport wurde für alle Kartenanwendungen weiterentwickelt und bietet nun mehr Flexibilität durch zusätzliche Funktionen und Auswahlmöglichkeiten.
Ab sofort kann der Druckbereich individueller festgelegt werden. Sie können wählen, ob Sie den Kartenausschnitt frei bestimmen oder die zuvor ausgewählte Verwaltungseinheit (Region, Landkreis oder Gemeinde) verwenden möchten. Auch das Angebot an Exportgrößen wurde erweitert: Für Höhe und Breite stehen Ihnen nun neben 1500, 2000 und 3000 Pixel auch die Formate 1000 und 4000 Pixel zur Verfügung. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, bequem in die Karte hinein- oder herauszuzoomen, um den passenden Ausschnitt für Ihren Export festzulegen.
Alle bisherigen Funktionen im Energieatlas bleiben wie gewohnt erhalten.
25.06.2025
Nachhaltige Mobilität auf dem Vormarsch – Zahlen für 2024 jetzt im Energieatlas online
Wie nachhaltig ist Rheinland-Pfalz auf den Straßen unterwegs? Im Energieatlas sind nun Zahlen zur Entwicklung des Bestands von Pkw mit nachhaltigen Antrieben sowie aktualisierte Daten zur Ladeinfrastruktur für das Jahr 2024 einsehbar. Wer wissen möchte, wie sich der Wandel in der eigenen Region gestaltet, kann den Pkw-Bestand nach Zulassungsbezirk und die Verteilung der öffentlichen Lademöglichkeiten bis auf Verbandsgemeinde- und Landkreisebene nachverfolgen.
Bestand an E-Pkw wächst
Der Bestand an E-Pkw hat sich im Jahr 2024 um gut 21 Prozent (Gesamtzuwachs Pkw: 0,6 Prozent) gegenüber dem Vorjahr erhöht: Zum 31.12.2024 waren in Rheinland-Pfalz von insgesamt 2.647.477 Pkw 272.283 mit nachhaltigen Antrieben zugelassen. Damit verfügen mittlerweile 10 von 100 Pkw in Rheinland-Pfalz über einen nachhaltigen Antrieb. Betrachtet man ausschließlich batterieelektrische- und Plug-in-Fahrzeuge, sind es 5 von 100 Pkw. Gerade in diesen Antriebssegmenten hat die Modellvielfalt der Hersteller enorm zugenommen und auch steigende Reichweiten tragen zu einer immer größeren Akzeptanz unter Autofahrerinnen und Autofahrern bei.
Mit jeweils knapp 13 Prozent liegen die kreisfreien Städte Kaiserslautern, Koblenz und Mainz an der Spitze beim Anteil nachhaltiger Antriebe am Gesamt-Pkw-Bestand. Der Anteil von E-Pkw und Plug-In-Hybriden zusammen am Gesamtbestand beträgt in Kaiserslautern 5,6 Prozent, in Koblenz 7,1 Prozent und in Mainz 6,0 Prozent.
Hybridfahrzeuge dominieren den rheinland-pfälzischen Markt
Besonders Hybridfahrzeuge sind gefragt wie nie – ihr Bestand ist im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen und macht mit 125.194 Fahrzeugen inzwischen rund 46 Prozent des nachhaltigen Pkw-Bestands aus (2023: rund 42 Prozent). Auch die batterieelektrischen und Plug-in-Hybridfahrzeuge verzeichneten weiterhin Zuwächse: Auf sie entfällt etwa die Hälfte der nachhaltigen Antriebe mit 83.379 batterieelektrischen und 45.959 Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen. Der Absatz von Hybridfahrzeugen sowie batterieelektrischen Antrieben und Plug-in-Hybriden dürfte künftig noch deutlicher ausfallen, da Automobilhersteller ab 2025 strengere gesetzliche Vorgaben zur Einhaltung der CO2-Flottenwerten erfüllen müssen.
In Rheinland-Pfalz waren 2024 der Rhein-Pfalz-Kreis und der Landkreis Germersheim Spitzenreiter mit jeweils etwa 19 Prozent regionalem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr bei batterieelektrischen und Plug-in-Pkw, dicht gefolgt vom Rhein-Lahn-Kreis mit 18 Prozent. In absoluten Zahlen lagen 2024 der Landkreis Mainz-Bingen mit 1.208 und der Landkreis Mayen-Koblenz mit einem Zuwachs von 979 Fahrzeugen dieser Antriebsarten vorne.
Ladeinfrastruktur: Gesamtladekapazität in RLP über 312.000 kW
Parallel zu den Pkw-Bestands-Zahlen wurde im Energieatlas Rheinland-Pfalz die Karte zum Bestand der Ladeinfrastruktur um Nachmeldungen ergänzt. Sie gibt einen Überblick über den Bestand aller öffentlich zugänglichen Ladestationen bis auf Verbandsgemeindeebene in Rheinland-Pfalz.
Nach Ergänzung der Nachmeldungen ist der Bestand öffentlicher Ladeinfrastrukturen für 2024 weiter gestiegen um 729 Ladesäulen (mit zusammen 1.293 Ladepunkten) – darunter 383 Normal- und 346 Schnellladesäulen. Damit stehen landesweit nun 3.442 Ladesäulen (2.243 Normal- und 1.199 Schnellladesäulen mit 6.197 Ladepunkten und insgesamt 312.537 kW) zur Verfügung. Rein rechnerisch teilen sich damit 44 Fahrzeuge mit nachhaltigem Antrieb einen Ladepunkt. Neuer Spitzenreiter beim Zubau der Ladeinfrastruktur war 2024 die Kreisfreie Stadt Ludwigshafen am Rhein mit 98 Ladesäulen (128 Ladepunkte). Mit Abstand folgt der Westerwaldkreis mit 61 Ladesäulen (102 Ladepunkte). (Datenstand Bundesnetzagentur 07.05.2025)
Weitere Fachinformationen rund um das Thema Mobilität erhalten Sie bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz über das Projektteam der Lotsenstelle für alternative Antriebe, welches Kommunen und Unternehmen bei der Umstellung auf alternative Antriebe unterstützt.
Die aktualisierten Übersichtskarten finden Sie hier:
Nachhaltige Pkw-Antriebe Bestand
Nachhaltige Pkw-Antriebe Veränderung
Die Zahl des Monats Juni
7 Windenergieanlagen wurden im Windpark Beuren errichtet. Damit ist der Landkreis Cochem-Zell in 2024 Spitzenreiter beim Ausbau im Land.
11.06.2025
Daten zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien 2024 im Energieatlas
Für das Jahr 2024 liegen die Zubauzahlen für Erneuerbare-Energien-Anlagen auf kommunaler Ebene im Energieatlas Rheinland-Pfalz vor und zeigen erneut einen positiven Trend. Sowohl bei Photovoltaik (PV) als auch bei Windenergie lassen sich deutliche Entwicklungen aufzeigen: Mit rund 916 MW lag der Zubau von Photovoltaik-Anlagen in Rheinland-Pfalz ähnlich hoch wie im Vorjahr (1.019 MW) und damit erneut fast doppelt so hoch wie das ausgegebene Zubauziel von 500 MW. Bei der Windenergie konnte mit rund 206 MW der Brutto-Zubau des Vorjahres um nahezu 50 Prozent übertroffen werden. Bei weiteren Erneuerbaren Energien, wie Biomasse und Wasserkraft, erfolgte kein nennenswerter Zubau. Insgesamt wurden in Rheinland-Pfalz brutto rund 1.123 MW Leistung (+ 13 Prozent gegenüber dem Bestand von 2023) an Erneuerbaren Energien zugebaut.
Im gesamten Bundesland waren damit 2024 gut 9.753 MW (Bruttoleistung) Erneuerbare-Energien-Anlagen zur Stromerzeugung in Betrieb. Aufgeschlüsselt nach Energieträgern sind dies:
Bestand 2024 | Brutto-Zubau 2024 | |||
| Energieträger | Anzahl | Bruttoleis-tung (MW) | Anzahl | Bruttoleis-tung (MW) |
| Photovoltaik | 282.754 | 5.095 | 64.950 | 916 |
| Biomasse | 418 | 190 | 5 | 0,9 |
| Gas (Deponie/Klärgas) | 94 | 12,9 | 3 | 0,5 |
| Wasserkraft | 272 | 237 | - | - |
| Windenergie | 1.844 | 4.210 | 45 | 206 |
| Geothermie | 2 | 7,8 | - | - |
| Summe 2024 | 285.384 | 9.753 | 65.003 | 1.123 |
Bei der Windenergie darf in den kommenden Jahren eine weitere Steigerung des Zubaus erwartet werden: Erstmals wurden im Jahr 2024 in Rheinland-Pfalz über 500 MW an Windenergieleistung genehmigt – so viel wie noch nie zuvor innerhalb eines Jahres. Zudem konnte die Genehmigungsdauer deutlich reduziert werden.
Nahezu die Hälfte des Photovoltaikzubaus entfällt auf bauliche Anlagen bis 40 kW
69 Prozent der 64.950 neugebauten PV-Anlagen waren kleiner als 10 kW und trugen rund 16 Prozent der neu-installierten Leistung bei. Dies waren fast ausschließlich Anlagen auf Hausdächern, Gebäuden und an Fassaden. Bei weiteren 29 Prozent handelte es sich um Anlagen mit Leistungen von 10 bis 40 kW, die gut 30 Prozent der neu-installierten Leistung ausmachen. 42 Prozent der Leistung wurden in Anlagen größer 750 kW zugebaut. Der größte Teil davon als Freiflächen-Anlagen (342 MW). Damit setzt sich beim Photovoltaik-Zubau einerseits der Trend der letzten Jahre fort, dass überwiegend kleinere Dachflächen-Anlagen, aber auch immer mehr Balkonkraftwerke, also „steckerfertige Solaranlagen“, installiert werden. Zugleich setzt sich der seit 2021 zu beobachtende Trend der Zunahme an installierter Freiflächen-PV-Leistung fort, insbesondere durch Anlagen größer 5.000 kW (23 neue Anlagen mit 280 MW).
Vorbildlicher Einsatz auf kommunaler Ebene
Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien gehen einzelne Kommunen im Land vorbildlich voran und sichern ihre Energieversorgung ab. Spitzenreiter beim Photovoltaik-Zubau war 2024 die Verbandsgemeinde Zell (Mosel), Landkreis Cochem-Zell: hier wurden rund 111 MW PV-Leistung zugebaut, was zu einer Verdoppelung der Stromerzeugungskapazität aus Sonnenenergie führte. Maßgeblich dazu beigetragen haben hier mehrere große Freiflächenprojekte mit zusammen 109 MW Leistung, darunter in Briedel (38 MW), Reidenhausen (17 MW) sowie die Fortsetzung von im Vorjahr begonnenen Großprojekten wie in Grenderich (19,5 MW) und Haserich (19 MW).
Auch bei der Windkraft liegt der Spitzenreiter im Landkreis Cochem-Zell: In der Verbandsgemeinde Ulmen wurden im Windpark Beuren sieben Windkraftanlagen mit insgesamt 24 MW zugebaut. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm verteilen sich 32,4 MW auf die Verbandsgemeinden Prüm (11,4 MW, Windpark Prüm Air Station) und Südeifel (21 MW, Windpark Obergeckler). Der Zubau im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Höhe von 35 MW beinhaltet neben neuen Anlagen in den Verbandsgemeinden Wittlich-Land (11,1 MW, Windpark Niederöfflingen) und Bernkastel-Kues (4,2 MW) auch ein Repowering-Projekt in der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf, bei dem im Windpark Berglicht drei Windräder à 6,6 MW neun stillgelegte Anlagen à 1,5 MW ersetzen.
Interessierte können sich die Entwicklung der Erneuerbaren Energien in den rheinland-pfälzischen Kommunen in der aktualisierten Themenkarte EE-Stromerzeugung - Bestand im Detail anschauen. Die Karte bietet einen Überblick über Anlagenzahl und installierte Leistung je Energieträger.
Mit der Ergänzung des Datenjahres 2024 erfolgte auch eine Aktualisierung der Vorjahresdaten.
Die Karte der EE-Einzelanlagen, die alle EE-Anlagen in Rheinland-Pfalz mit einer Leistung über 50 kW inklusive Detailinformationen standortscharf abbildet, wurde ebenfalls aktualisiert.
Die aktualisierte Datengrundlage fließt auch in die Berechnung der genutzten Solarpotenziale ein, sodass auch dort das Jahr 2024 freigeschaltet wurde.
Die weiteren Themenkarten können abgerufen werden unter:
Die Zahl des Monats Mai
110.830 Heimspeicher sind in Rheinland-Pfalz zur effizienten Nutzung von Solarstrom installiert.
30.04.2025
Im Energieatlas sind jetzt erste fertige Wärmepläne einsehbar
Möchten Sie sich darüber informieren, in welchen Kommunen in Rheinland-Pfalz bereits konkrete Wärmepläne vorliegen?
In der Übersichtskarte Kommunale Klimaschutzaktivitäten finden Sie Verlinkungen zu den bislang veröffentlichten Plänen – entsprechend dem aktuellen Kenntnisstand der Energieagentur Rheinland-Pfalz.
Die Eintragungen werden kontinuierlich erweitert, sobald neue Informationen vorliegen oder als Download abrufbar sind.
Story im April
Wie hat sich die Anzahl der Batteriespeicher in Rheinland-Pfalz seit 2018 entwickelt? Wie können Batteriespeicher den Eigenverbrauch von Solarstrom erhöhen? Und welche Rolle spielen Kommunen bei der Nutzung von Batteriespeichern?
Antworten auf diese Fragen finden Sie in der aktuellen Story:
Die Energiewende erfolgreich gestalten mit Batteriespeichern
Die Zahl des Monats April
Eine von drei Ladesäulen für E-Autos in Rheinland-Pfalz ist eine Schnellladesäule.
02.04.2025
Entwicklung der Ladeinfrastruktur in Rheinland-Pfalz – Zahlen für 2024 im Energieatlas Rheinland-Pfalz online
Für das Jahr 2024 ist die Ladeinfrastruktur jetzt im Energieatlas einsehbar. Enthalten sind Ladesäulen mit Inbetriebnahmedatum bis einschließlich 19.12.2024. Die Jahre 2022 und 2023 wurden um Nachmeldungen ergänzt. Die nächste Aktualisierung ist mit der Veröffentlichung der Pkw-Statistik geplant (voraussichtlich 07/2025). Dabei werden Nachmeldungen ergänzt, um das Jahr 2024 vollständig abzubilden.
Für die abgebildeten öffentlichen Ladestationen lassen sich detaillierte Recherchen bis auf Verbandsgemeinde- und Landkreisebene durchführen.
Ladeinfrastruktur: Gesamtladekapazität in RLP bei rund 301.000 kW
2024 hat der Bestand öffentlicher Ladeinfrastruktur im Vergleich zum Vorjahr weiter deutlich zugenommen: 2024 sind landesweit insgesamt 639 öffentlich zugängliche Ladesäulen (mit zusammen 1.159 Ladepunkten) hinzugekommen, darunter 314 Normalladesäulen und 325 Schnellladesäulen mit über 22 Kilowatt Leistung (Datenstand Bundesnetzagentur 12.03.2025).
Landesweit gibt es damit 3.346 Ladesäulen (2.184 Normal- und 1.162 Schnellladesäulen mit insgesamt 6.097 Ladepunkten). Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass sich die Gesamtladekapazität deutlich um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 300.986 Kilowatt erhöhte.
Spitzenreiter beim Zubau der Ladeinfrastruktur war 2024 der Westerwaldkreis mit 57 Ladesäulen (94 Ladepunkte). Gefolgt vom Landkreis Neuwied mit 47 Ladesäulen (87 Ladepunkten) und der kreisfreien Stadt Mainz mit 44 Ladesäulen (77 Ladepunkten). Bei der öffentlichen Ladeinfrastruktur lässt sich also weiterhin eine hohe Dynamik beobachten, bei einem für Rheinland-Pfalz typischen hohen Anteil an Schnellladern.
Weitere Fachinformationen rund um das Thema Mobilität erhalten Sie bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz über das Projektteam der "Lotsenstelle für alternative Antriebe", welches Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger bei der Umstellung auf alternative Antriebe unterstützt.
Die aktualisierte Übersichtskarte finden Sie hier:
27.03.2025
Das Klimaschutz-Dashboard Rheinland-Pfalz: Energieagentur Rheinland-Pfalz veröffentlicht neues Portal
Ergänzend zum Energieatlas, der sich auf kartenbasierte Visualisierung und regionale sowie zeitliche Entwicklungen fokussiert, bietet das Klimaschutz-Dashboard wichtige Daten zur landesweiten Energiewende direkt auf einen Blick. Mittels kontinuierlicher Datenaktualisierung über die Jahresgrenzen hinaus werden Veränderungen zeitnah und dynamisch abgebildet.
Das Portal bietet rheinland-pfälzischen Kommunen, Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern eine datenbasierte Grundlage für die Energiewende und dient als Instrument zur Unterstützung des landesweiten Klimaschutzmonitorings- und controllings.
Die Angebote im Überblick
- Das Dashboard zeigt auf einen Blick aktuelle und relevante Zahlen zur Energiewende. Die Widgets geben einen Überblick über Entwicklungen und Kennzahlen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie zur Mobilitäts- und Wärmewende im Land.
- Interessierten steht mit der Datenrecherche eine wachsende Datenbank aus Berichten, Abbildungen, Diagrammen und Tabellen zu relevanten Themenfeldern wie Energie, Strom, Wärme und mehr zur Verfügung.
- Rheinland-pfälzische Kommunen können mit der integrierten Liegenschafts-Datenbank niedrigschwellig Energieverbrauchsdaten systematisch erfassen und analysieren. Das Instrument im Klimaschutz-Dashboard unterstützt damit das kommunale Energiemanagement. Für die Nutzung ist eine Registrierung notwendig.
Das Klimaschutz-Dashboard ist kostenlos und frei zugänglich. Jetzt entdecken: www.klimaschutz-dashboard.rlp.de
Die Zahl des Monats März
66 % der Kommunen haben die Kommunale Wärmeplanung bereits auf den Weg gebracht.
Die Zahl des Monats Februar
Rund ⅔ des Stroms, der im Rahmen der EEG-Förderung in die öffentlichen Netze in Rheinland-Pfalz eingespeist wird, stammt auf Windkraft.
22.01.2025
Daten zur EEG-Stromeinspeisung 2023 freigeschaltet - Anstieg der EEG-Einspeisemengen bei Wind, erhöhter Eigenverbrauch bei Solar
2023 wurden in Rheinland-Pfalz rund 12,8 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom aus Erneuerbaren Energien im Rahmen der EEG-Förderung in die öffentlichen Netze eingespeist, was einen Anstieg von rund 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Mit mittlerweile fast 68 Prozent hat sich der Anteil der Windkraft an der EEG-Einspeisung weiter erhöht, mit großem Abstand gefolgt von Photovoltaik (rund 19), Biomasse (rund 6) und Wasserkraft (7,5 Prozent).
Zu beachten ist, dass es sich hierbei ausschließlich um die nach EEG vergütete Stromeinspeisung ins öffentliche Netz handelt. Strom aus Erneuerbaren Energien, der selbst genutzt oder direkt vermarktet wurde, ist in den hier ausgewerteten Daten nicht enthalten. Ebenso sind in die angegebene Leistung in kW nur jene Anlagen eingerechnet, die im betreffenden Jahr auch Strom gegen EEG-Vergütung ins Netz eingespeist haben.
Das Wetterjahr 2023
Deutschlandweit war 2023 laut Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) das wärmste Jahr seit Messbeginn und zugleich das windstärkste Jahr seit über 20 Jahren. Das Temperaturmittel erreichte erstmals einen Wert von 10,6 °C. In diesem Jahr dominierten feucht-warme Bedingungen einhergehend mit erhöhten Niederschlagswerten. Das Jahr war geprägt von durchgehend zu warmen Monaten, 20 Prozent mehr Niederschlag als im vieljährigen Mittel sowie 1.764 Sonnenstunden.
In Rheinland-Pfalz lag die Jahresmitteltemperatur mit 11,1 °C um 2,5 °C über dem vieljährigen Mittel von 1961-1990 (8,6 °C) und ist nach 2022 das zweitwärmste gemessene Jahr. Mit 1800 Stunden schien die Sonne knapp 20 Prozent länger als im vieljährigen Mittel. Die Einspeisemenge aus PV ist auf einem konstant hohen Niveau geblieben. Zudem gibt es einen deutlichen Anstieg im Eigenverbrauch. Weitere Details erfahren Sie im Abschnitt „Besonderheiten in den Daten zur EEG-Stromeinspeisung“.
Der Windindex lag 2023 in Rheinland-Pfalz bei 110,2 Prozent deutlich über dem Mittel der Jahre 2003-2022 (100 Prozent) und ist im Vergleich zu 2022 (Windindex: 96,4 Prozent) um 13,8 Prozentpunkte gestiegen. Damit übereinstimmend nahm die eingespeiste EEG-Strommenge aus Windenergie gegenüber 2022 um gut 37 Prozent zu, obwohl sich die installierte EEG-Leistung des Energieträgers nur um rund 3 Prozent zum Vorjahr erhöht hat.
Die Niederschlagsmenge in Rheinland-Pfalz lag mit 910 l/ m² rund 13 Prozent über dem vieljährigen Mittel (807 l/ m²) bzw. um 33 Prozent über dem eher trockenen Jahr 2022. Die erzeugte Strommenge aus Wasserkraft liegt daher mit rund 17 Prozent wieder deutlich über der Menge von 2022.
Besonderheiten in den Daten zur EEG-Stromeinspeisung
Die installierte Leistung EEG-geförderter Anlagen, die 2023 EEG-Vergütung erhielten lag bei rund 7.655 MW für alle regenerativen Energieträger zusammen. Auch 2023 sind wieder einige Besonderheiten zu beachten: So hat zum Beispiel beim Strom aus Photovoltaik unter anderem der starke Zubau von Batteriespeichern (um 127 Prozent gegenüber 2022) auf über 450 MW Leistung dazu beigetragen, dass sich die Zunahme der einspeisenden EEG-Leistung um gut 18 Prozent nicht im gleichen Maße in der eingespeisten Strommenge niedergeschlagen hat. Diese ist derweil auf einem konstant hohen Niveau von 2,4 TWh geblieben. Die Zunahme der PV-Leistung ist zudem nur zu knapp Dreiviertel einem echten Zubau geschuldet. Der Rest besteht aus „Rückkehrern“, die 2022 aufgrund des hohen Strommarktpreises zugunsten weit höherer Direktvermarktungspreise auf die EEG-Einspeisung verzichtet haben und diese 2023 wieder in Anspruch genommen haben, nachdem die Marktpreise wieder gesunken sind.
Während sich der Anteil der nach EEG-Förderung abrechnenden Anlagen bei Wasserkraft und Windkraft in den letzten vier Jahren wenig verändert hat, ist dieser bei der Photovoltaik seit 2020 um 14 Prozentpunkte gesunken.
Anteil der im Marktstammdatenregister registrierten Anlagen nach kW, die Strom gegen EEG-Förderung ins Netz einspeisen
| BIO | GAS | GEO | SOL | WAS | WIN | EE gesamt | |
| 2020 | 93 % | 51 % | 100 % | 95 % | 98 % | 99 % | 97 % |
| 2021 | 85 % | 42 % | 100 % | 92 % | 97 % | 98 % | 95 % |
| 2022 | 83 % | 41 % | 100 % | 89 % | 99 % | 97 % | 94 % |
| 2023 | 85 % | 42 % | 100 % | 81 % | 99 % | 97 % | 89 % |
Weitere Informationen und Energieatlas-Karten zum Thema
Weitere Informationen zu Besonderheiten der EEG-Stromeinspeisungsdaten sowie zur Methodik finden sie im Energieatlas
Hier geht es zur Karte Stromeinspeisung
Hier geht es zur Karte Stromeinspeisung Veränderung zum Vorjahr.
Wetterdaten: DWD Deutschlandwetter 2023 und anemos Wind- und Ertragsindex Report 2023.
* Ertragsindex für eine 3-MW Windenergieanlage auf 100 Meter über Grund
Die Zahl des Monats Januar
231.500 Aufdach-PV-Anlagen gibt es in Rheinland-Pfalz.