Anlass und Ziele
Dieses Projekt wurde gefördert mit Mitteln aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI), das im Rahmen der „kommunalen Klimaoffensive“ der rheinland-pfälzischen Landesregierung eingerichtet wurde.
Kommunale Gebietskörperschaften konnten aus einem Maßnahmenkatalog auswählen, welche Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsprojekte vor Ort sinnvoll und gut umsetzbar sind und zur Erreichung der Klimaneutralität im Land beitragen.
- Zuordnung der Maßnahme
Kategorie Klimaschutz – Stromversorgung - Bereich
Investitionen in eine nachhaltige kommunale Energieversorgung - Gesamtkosten
547.076,95 € - Davon KIPKI-Mittel
542.076,95 €
Projektbeschreibung
Mit dem KIPKI-Teilprojekt „Investition in eine nachhaltige kommunale Energieversorgung in der Kreisstadt Alzey“ setzt die Stadtverwaltung einen weiteren wichtigen Baustein zur Umsetzung der kommunalen Klimaschutz- und Energiewendeziele. Ziel des Projekts ist die Stärkung der Eigenversorgung mit erneuerbarem Strom sowie die Reduzierung von CO₂-Emissionen und Energiekosten. Im Rahmen des Projekts wurden auf insgesamt 8 städtischen Gebäuden Photovoltaikanlagen installiert. Zusätzlich wurden in 4 kommunalen Einrichtungen Stromspeicher installiert.
Dazu zählen:
| Stadtverwaltung | 62 kWp | 32 kWh Speicher |
| Kita Hanni Kipp | 29 kWp | - |
| Freibad | 54 kWp | - |
| Feuerwache | 103 kWp | - |
| Jugend- und Kulturzentrum | 8 kWp | - |
| Grundschule Weinheim | 20 kWp | 13 kWh Speicher |
| Kita Haus der Klänge | 41 kWp | 17 kWh Speicher |
| Bauhof | 133 kWp | - |
| Kita Am Rennweg | - | 19 kWh Speicher |
| Obdachlosenunterkunft | - | 39 kWh Speicher |
Der eigenerzeugte Strom wird vorrangig in der jeweiligen kommunalen Einrichtung verbraucht oder gegebenenfalls gespeichert. Der überschüssige Strom wird über den Strombilanzkreis verteilt und innerhalb der kommunalen Liegenschaften verbraucht. Durch Steuerungsmaßnahmen wird sichergestellt, dass kein eigenerzeugter Strom in das öffentliche Netz außerhalb des Bilanzkreises fließt, d.h. verschenkt wird. Grundlage hierfür ist die Messung von Verbrauch und Produktion im 15 min-Intervall mit entsprechender Steuerung der Wechselrichter.
Mit der Umsetzung des Projekts hat die Kreisstadt Alzey ihre Energieversorgung kosteneffizienter und nachhaltiger gestaltet und leistet einen wichtigen Beitrag zur lokalen Energiewende.
Für die Umsetzung der PV-Projekte war zudem die Installation eines Wandlerschranks in der Stadtverwaltung unablässig. Eine vollständig neue Niederspannungshauptverteilung musste im Freibad vorgesehen werden, die so ausgelegt ist, dass die angrenzend geplante Schwimmhalle auch eine große PV-Anlage und Wärmepumpen erhalten kann. Weiterhin wurden die Fördermittel genutzt, um das Dach der Kita Haus der Klänge statisch prüfen zu lassen und die vom Statiker vorgegebene Sicherung der Solaranlage mit einem Seil sicherzustellen.
Mehr informationen über das Strombilanzkreismodell finden Sie in einem separaten Projektsteckbrief „Alzey und EWR: Das Strombilanzkreismodell“. Das Strombilanzkreismodell wurde nicht mit KIPKI-Mitteln gefördert.