Zehn Jahre Energieatlas Rheinland-Pfalz: Was als Portal für Stromdaten begann, ist heute durch die Integration der Mobilitätsdaten, Wärmedaten und THG-Bilanzen das zentrale Schaufenster der Energiewende im Land. Die Jubiläumszahlen zeigen, wie stark sich Rheinland-Pfalz seither bewegt hat – und wie messbar Klimaschutz geworden ist.
Die Jubiläumszahlen: 10 Jahre und 10 Zahlen auf einen Blick
2015
Als im Jahr 20215 der Energieatlas Rheinland-Pfalz veröffentlicht wurde, lag die Stromeinspeisung erneuerbarer Energien in Rheinland-Pfalz bei 8.400 GWh. Mit dem Energieatlas enstand erstmals ein Portal, durch das Energiedaten transparent, verständlich und für alle sichtbar wurden.
Heute – mit zuletzt offiziell erhobenen 12.800 GWh in 2023, einem Zuwachs von 52 % – zeigt sich die Wirksamkeit der Energiewende-Maßnahmen im Land.
2016
2017
Auch die Karte zur Stromerzeugung hat mittlerweile ihren Platz im Energieatlas Rheinland-Pfalz gefunden. Im Jahr 2017 erreichte die Stromerzeugung aus Erneuerbaren 5.900 kW – und legte bis 2024 um 66 % auf knapp 9.800 kW zu. Die Datentransparenz im Energieatlas zeigt und vereinfacht den Ausbau der Klimaziele.
2018
2018 öffnete der Energieatlas ein neues Kapitel: Datenkarten zur Mobilität wurden integriert und damit der Bestand nachhaltiger Antriebe und die Ladeinfrastruktur landesweit visualisiert. Ca. 400 Ladestationen waren es damals – Stand 2024 sind es fast 9-mal so viele: 3.472. Ein Tempo, das Optimismus macht.
2019
Im Jahr 2019 wurde im Rahmen des KomBiReK (Kommunale THG-Bilanzierung und regionale Klimaschutzportale in Rheinland-Pfalz)-Projektes erstmals eine einheitliche Treibhausgas-Bilanzierungsmethodik in Rheinland-Pfalz etabliert. Erst mit dieser Vergleichbarkeit können die Ergebnisse der kommunalen Energie- und THG-Bilanzen im Energieatlas dargestellt werden. Seit der letzten Aktualisierung im August 2025 sind 130 rheinland-pfälzische Kommunen mit ihren THG-Bilanzen im Energieatlas vertreten.
2020
Seit 2020 sammelt das Team hinter dem Energieatlas Informationen zu Wärmenetzen in Rheinland-Pfalz. Damals dominierten die Energieträger Biomasse und Erdgas. Heute stechen jedoch sie heraus – 9 kalte Nahwärmenetze. Ein Wandel im Wärmesektor, der gerade erst Fahrt aufnimmt.
2021
2022
Seit 2022 haben Balkonkraftwerke einen rasanten Boom erlebt. Getrieben von steigenden Strompreisen und vereinfachten Regelungen wurden die steckerfertigen Solaranlagen sehr beliebt. 2022 waren es rund 3 MW Leistung und 4.000 Anlagen – 2025 bereits 73 MW und über 70.000 Anlagen. Dies zeigt, dass Bürgerenergie heute sichtbarer und messbarer denn je ist.
2023
2023 startete das Landesprogramm KIPKI – seitdem wurden bereits 1.216 Projekte gefördert, davon 958 Klimaschutz- und 258 Klimawandelanpassungsmaßnahmen (Stand 05/2025). Ein deutliches Signal dafür, dass Klimaschutz längst in der Praxis angekommen ist und Kommunen aktiv handeln.