Anlass und Ziele
Die vollständige Klimaneutralität der Mobilitätssparte bis 2034 mit einer Flotte, die zu 100 % aus E-Bussen besteht.
Projektbeschreibung
Die Grundpfeiler der Strategie der Stadtwerke Trier zur vollständigen Klimaneutralität der Mobilitätssparte sind:
- das intelligente Lastmanagementsystem,
- der Aufbau einer Schnelllladeinfrastruktur (DC-Laden),
- die Integration von Speichersystemen (z.B. Batteriespeicher) und
- die Erweiterung weiterer erneuerbarer Energien.
Der Ist- Zustand des intelligenten Lade- und Lastmanagement ist wie folgt: Um die Energieverteilung zu optimieren, die Kosten zu senken und Energieversorgung sicherzustellen, werden die Verbrauchsdaten der E-Busse und Ladeinfrastruktur von Algorithmen analysiert. Diese prognostizieren anhand der eingespeisten Daten den zukünftigen Energiebedarf in Echtzeit. Das ermöglicht eine flexible Steuerung sowie eine effiziente Koordination der Ladevorgänge und Optimierung der Lastverteilungen. Durch das intelligente Last- und Lademanagementsystem können die Ladezeiten der SWT-Fahrzeuge flexibel gestaltet werden - und das unter Berücksichtigung der Verfügbarkeit der Busse im Depot und der Einspeisung selbst erzeugter grüner Energie.
Die leistungsstarke Infrastruktur sorgt dafür, dass die E-Busse in maximal vier Stunden von 0 auf 100% aufgeladen werden. Die Ladeinfrastruktur beinhaltet 21 Ladeplätze, mit Schnellladesäulen, die mit bis zu 150 kW laden können und werden durch intelligente Algorithmen gesteuert.
Als nächste Schritte planen die Stadtwerke Trier die Integration einer Großbatterie und den Ausbau der Eigenerzeugung vor Ort. Um den Einsatz einer Batterie als Leistungsreserve optimal vorzubereiten, sind aktuell die neueren Elektrobusse im Testbetrieb, um relevante Betriebsdaten für die Algorithmen einzusammeln. So wird der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur bereits jetzt mitgeplant, um das zukünftige Wachstum der Flotte mit der weiter steigenden Anzahl an E-Busse abzudecken. Mit der Integration eines stationären Batteriespeichers wäre eine maximale Nutzung des vor Ort erzeugten Solarstroms möglich.
Durch die Verschiebung von Energiemengen (kostenoptimiert) und Spitzenlastkappung profitiert die SWT durch Kosteneinsparung beim Energieeinkauf, durch bessere Planbarkeit und eine erhöhte Eigenverbrauchsquote. Die PV-Erzeugung vor Ort erbringt derzeit circa 8% der zum Laden der bisherigen Flotte benötigten Energiemenge. Mit dem derzeit geplanten Zubau ist eine Steigerung auf 15% möglich. Die restlichen Mengen stammen aus dem Kontingent der SWT, das in anderen Anlagen in der Region erzeugt wird.