Anlass und Ziele
Ziel ist die Realisierung eines Gewerbe- und Industriegebiets unter Einhaltung modernster Standards bei der Energieversorgung und der Nachhaltigkeit.
Unternehmen soll ein attraktiver und nachhaltiger Standort geboten werden, der die steigenden gesetzlichen Anforderungen einhält und den CO²-Abgaben gerecht wird. Durch die frühzeitige Betrachtung der Folgekosten, beispielsweise bei Starkregen, kann von Beginn an verschärften Rechtsvorschriften leichter Folge geleistet werden.
Auch die Bindung von Fachkräften ist Ziel der Planung, da der Ökompark durch seine Nachhaltigkeit und vorausschauende Planung einen gesicherten und attraktiven Arbeitsplatz darstellt.
Der Klimaschutz spielt eine große Rolle: ambitionierte klimarelevante Festsetzungen wie Dach- Photovoltaik auf 80 % der Dachflächen, der Ausschluss fossiler Brennstoffe, die Minimierung der Versiegelung oder der Klimagarten machen den Ökompark Heide- Westrich zu einem nachhaltigen und klimaverträglichen Gewerbegebiet.
Projektbeschreibung
Erste Ideen für den Ökompark reichen in das Jahr 1990 zurück. Entscheidend für das Gelingen des Projekts ist jedoch eine hervorragende verkehrliche Anbindung – die Verhandlungen hierfür waren langwierig. Letztlich war der Zweckverband erfolgreich: 2021 erfolgte die entscheidende Zusage für den Bau des Autobahnanschlusses. Im Mai 2024 wurde durch die Vereinbarung zur Realisierung der Anbindung die finale Grundlage für die Umsetzung des Projektes geschaffen. 2026 soll begonnen werden, die Fertigstellung ist für 2027 geplant.
Masterkonzept
Das Masterprojekt unterteilt den Ökompark Heide-Westrich in drei Teilgebiete.
Im östlichen Bereich in Richtung der Ortsgemeinde Rückweiler soll ein Innovationscampus entstehen. Dieser umfasst circa 28 Hektar. Ansiedeln sollen sich hier emissionsarme Gewerbebetriebe sowie Nutzungen für Forschung und Entwicklung. Auch Büronutzungen und Dienstleistungen sollen integriert werden. Die Erschließung erfolgt über eine Abzweigung am Knotenpunkt nördlich der Autobahn. Durch eine große grün gestaltete Achse im Zentrum soll sich ein Campuscharakter entwickeln. Nördlich öffnet sich das Gebiet in einen Klimagarten, um eine sanfte Abgrenzung zur Ortsgemeinde Rückweiler zu erreichen.
Ein weiteres Teilgebiet erstreckt sich nordwestlich zur Ortsgemeinde Leitzweiler hin. In diesem Bereich soll sich ein Gewerbe- und Handwerkpark auf circa 28 Hektar mit mehreren Unternehmen entwickeln. Erschlossen ist das Teilgebiet über die K60.
Südlich der Autobahn A62 in der Nähe der Ortsgemeinde Hahnweiler ist ein Logistik-Hub (Logistik und Speditionen) vorgesehen. Dieser Teil erstreckt sich über circa 23 Hektar. Klimagerechte Maßnahmen wie Dachbegrünung oder Photovoltaikanlagen sind auch hier vorgesehen. Durch die Eingrünung mit hitze- und trockenheitsresilienten Gehölzen wird das Gebiet in die Landschaft eingebunden und eine Abgrenzung zwischen gewerblicher Nutzung und der Ortsgemeinde Hahnweiler geschaffen.
Energetische Optimierung
Geplant ist eine Ausstattung der Dachflächen zu 80 % mit Photovoltaikanlagen. So wird die Energiegewinnung aus solarer Strahlungsenergie sichergestellt. Die Verbraucher profitieren von der Sicherung einer langfristigen Bezahlbarkeit der Energieversorgung in den Gebäuden durch die Möglichkeit der Eigenversorgung.
Stellplätze, die eine Überdachung benötigen, werden ebenfalls mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Außerdem wird innerhalb des Gebietes die Verwendung von Kohle, Heizöl und Erdgas zur Beheizung ausgeschlossen.
Grünkonzept und Nachhaltigkeit
Um einen harmonischen Übergang von der offenen Landschaft zur Gemeinde Rückweiler zu gewährleisten, ist ein Klimagarten zwischen dem Ökompark Heide-Westrich und der Ortslage geplant. Dieser dient auch der Naherholung und kann von den Beschäftigten zur aktiven Gestaltung der Mittagspause genutzt werden. Die Bepflanzung des Klimagartens erfolgt mit Arten, die auch mit den geänderten Klimabedingungen weitestgehend zurechtkommen. Die Erschließung erfolgt über fußläufige und radverkehrliche Anbindungen.
Alle Stellplätze, Zufahrten, Wege oder sonstige Zugänge werden flächensparend und wasserdurchlässig gestaltet. Durch diese Maßnahme soll die Versickerung von Niederschlag gewährleistet und hitzespeichernde Versiegelung reduziert werden.
Dachflächen von Neubauten mit Flachdächern oder flachgeneigten Dächern müssen begrünt werden. Dies gilt auch für Gebäudefassaden und dient dem Ausgleich der Versiegelung. Gleichzeitig entsteht hierdurch ein Kühlungseffekt, einerseits durch die Verdunstung aus den Blattoberflächen der Pflanzen, andererseits durch den Schutz der Außenwände vor unmittelbarer Sonneneinstrahlung.
Empfehlungen
Eine frühzeitige Prüfung der finanziellen Situation, effizientes Sparen und die Berücksichtigung der Amortisation helfen, finanzielle Engpässe zu vermeiden.