Anlass und Ziele
In St. Julian wird seit vielen Jahren die Grundschule, die Turnhalle sowie die KiTa aus einer gemeinsamen Heizzentrale über ein Wärmenetz versorgt. Die Heizzentrale ist im Keller der Turnhalle untergebracht. Als Grundlastkessel wird ein Holzhackschnitzelkessel (HSS) mit einer Leistung von 250 kW eingesetzt. Für die Redundanz sind drei BW-Kessel mit Flüssiggastank vorhanden. Aufgrund der ungünstigen Lage des Hackschnitzelbunkers entstehen regelmäßig Störungen im Transportsystem der Holzhackschnitzel, da dieses eine Richtungsänderung von mehr als 90 ° aufweist. Auch der hohe Verschleiß der Förderschnecken führt immer wieder zu Instandhaltungskosten.
Da im Jahr 2024 von der VG beschlossen wurde, die Turnhalle komplett abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen wird durch die Stadtwerke Kusel GmbH eine neue Heizzentrale geplant, gebaut und betrieben.
Projektbeschreibung
Die neue Heizzentrale wird in einer modularen Containerbauweise mit einem außenstehenden Pufferspeicher (10 m³) erfolgen. Auf Wunsch der VG wird weiterhin ein HHS-Kessel mit 250 kW die Grundlast erzeugen.
Für die neue Heizzentrale wurde ein geeigneter Platz in der Nähe des Schulgebäudes gefunden, der eine gute Anfahrbarkeit für LKW aufweist. Die Containerbauweise bietet viele Vorteile:
- Günstige Baukosten
- Vereinfachtes Bau- und Genehmigungsverfahren
- Schnelle Liefer- und Bauzeitenzeiten
- Lagerung und Kesselanlage in einem Gebäude ohne schwierige Transportwege
- Begehbarkeit von außen und oberirdisch
- Gute Wartungsmöglichkeiten
Der Anschluss der Gebäude erfolgt zukünftig in dem Schulgebäude, in dem auch die Spitzen- und Ersatzkessel untergebracht werden. Für eine optimalen Betrieb ist eine komplett neue Regelung und Fernüberwachung für die Anlage vorgesehen.
Überblick über technische Details:
| Heizwerk | |
|---|---|
| Wärmeleistung HHS-Kessel | 250 kW |
| 3 Spitzenkessel und Redundanz | 3 * 100 kW |
| Pufferspeichervolumen | 10.000 l |
| Wärmenetz | |
|---|---|
| Anschlüsse | 3 |
| Energieträger | Biomasse und Flüssiggas |
| Netzlänge | Ca. 200 m |
| Wärmeabgabe | 1.170.000 kWh/a (2024) |
| Brennstoffbedarf | 260 t HHS und 18.200 l Flüssiggas |
| Netzverluste | 11 % |
| Pufferspeicher | 3.000 l |
| Co2-Einsparung gegenüber Öl-Kessel | 280 t/a |
Regionalwertschöpfung:
Die monetären Nebeneffekte zeigen sich darin, dass ein ortsansässiges Unternehmen die Betriebsführung übernimmt und dadurch effiziente Abläufe gewährleistet werden. Die Hackschnitzellieferungen übernimmt ebenfalls ein regionales Unternehmen. Die nicht-monetären Nebeneffekte umfassen eine hohe Versorgungssicherheit dank Fernüberwachung und 24/7-Bereitschaft, die Sicherung von Arbeitsplätzen vor Ort, einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz sowie eine Entlastung der Hausmeister.