Anlass und Ziele
Dieses Projekt wurde gefördert mit Mitteln aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI), das im Rahmen der „kommunalen Klimaoffensive“ der rheinland-pfälzischen Landesregierung eingerichtet wurde.
Kommunale Gebietskörperschaften konnten aus einem Maßnahmenkatalog auswählen, welche Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsprojekte vor Ort sinnvoll und gut umsetzbar sind und zur Erreichung der Klimaneutralität im Land beitragen.
- Zuordnung der Maßnahme
Kategorie Klimaschutz – Stromversorgung - Bereich
Investitionen in eine nachhaltige kommunale Energieversorgung - Gesamtkosten
389.497,44 € - Davon KIPKI-Mittel
389.497,44 €
Projektbeschreibung
Mit der Umsetzung eines integrierten Projekts zur Sektorenkopplung, bestehend aus einer autarken Photovoltaikanlage, Batteriespeichern, Ladeinfrastruktur und Elektrofahrzeugen, hat die Verbandsgemeinde Landstuhl die Energieversorgung ihres Rathauses zukunftsfähig gestaltet. Ziel des Projekts ist es, den Strombezug aus dem öffentlichen Netz deutlich zu reduzieren und die Energieversorgung der Verwaltung klimafreundlicher zu gestalten.
Das dreigeschossige Rathausgebäude im Stadtzentrum weist ein Satteldach mit teilweise eingeschränkter Tragfähigkeit auf. Auf Grundlage einer statischen Prüfung wurde die Photovoltaikanlage gezielt auf geeigneten Dachflächen installiert. Insgesamt wurden vier Modulflächen auf der Straßen- und Hofseite genutzt, mit unterschiedlichen Ausrichtungen nach Süden, Osten und Westen. Die installierte Gesamtleistung beträgt rund 53,3 kWp. Der erzeugte Strom wird vollständig vor Ort genutzt, insbesondere für den allgemeinen Strombedarf des Rathauses sowie für die Versorgung der kommunalen Elektromobilität. Eine Einspeisung von Überschüssen in das öffentliche Netz erfolgt nicht, nicht genutzte Energie wird abgeregelt.
Zur Erhöhung des Eigenverbrauchs und des Autarkiegrades wurden zwei Batteriespeicher mit jeweils etwa 66 kWh Kapazität installiert. Ergänzend dazu wurden zwei Ladesäulen mit je 11 kW Leistung eingerichtet. Diese versorgen die neuen Elektrofahrzeuge der Verwaltung, deren Anschaffung ebenfalls durch KIPKI-Mittel ermöglicht wurde. Insgesamt wurden fünf vollelektrische Dienstfahrzeuge in den Fuhrpark integriert, wodurch die CO₂-Emissionen der Verbandsgemeinde weiter reduziert werden.
Mit der Kombination aus Photovoltaikanlage, Batteriespeicherung und Elektromobilität setzt die Verbandsgemeinde Landstuhl ein deutliches Zeichen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung. Das Projekt zeigt, wie kommunale Gebäude effizient zur lokalen Energieerzeugung genutzt werden können und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Empfehlungen
E-Autos in Verbindung mit PV-Anlagen und Ladeinfrastruktur anzuschaffen.