Anlass und Ziele
Dieses Projekt wurde gefördert mit Mitteln aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI), das im Rahmen der „kommunalen Klimaoffensive“ der rheinland-pfälzischen Landesregierung eingerichtet wurde.
Kommunale Gebietskörperschaften konnten aus einem Maßnahmenkatalog auswählen, welche Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsprojekte vor Ort sinnvoll und gut umsetzbar sind und zur Erreichung der Klimaneutralität im Land beitragen.
- Zuordnung der Maßnahme
Kategorie Klimaschutz – Wärmeversorgung - Bereich
Investitionen in Schulen und Einrichtungen der Kindertagesbetreuung - Gesamtkosten
327.156,95 € - Davon KIPKI-Mittel
281.000,00 €
Projektbeschreibung
In der Ortsgemeinde Gau-Odernheim wurde die Heizungsanlage der Grundschule umfassend modernisiert, um den Energieverbrauch zu senken und die CO₂-Emissionen nachhaltig zu reduzieren. Die Maßnahme wurde im Einklang mit den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes sowie den technischen Anforderungen der AMEV-Richtlinie umgesetzt und leistet einen wichtigen Beitrag zum kommunalen Klimaschutz.
Im Rahmen des Projekts wurde im Hauptgebäude eine neue bivalente Wärmeerzeugungsanlage installiert. Diese kombiniert eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einer Wärmeleistung von rund 28 kW mit einer Gasbrennwertanlage von etwa 44 kW. Die Wärmepumpe deckt den überwiegenden Teil des Wärmebedarfs ab und nutzt dabei erneuerbare Umweltwärme, während die Gasbrennwertanlage bei Spitzenlasten unterstützend eingesetzt wird. Durch diese bedarfsorientierte Steuerung wird ein effizienter und zugleich wirtschaftlicher Betrieb sichergestellt. Gleichzeitig reduziert die Anlage den Einsatz fossiler Energieträger deutlich und erfüllt die Anforderungen der sogenannten 65/35-Regelung.
Auch der Erweiterungsbau der Grundschule wurde im Zuge der Maßnahme energetisch optimiert. Hier wurde eine eigenständige Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einer Leistung von rund 28 kW installiert. Diese ist exakt auf die ermittelte Heizlast abgestimmt und übernimmt die vollständige Wärmeversorgung dieses Gebäudeteils. Damit erfolgt die Beheizung des Erweiterungsbaus vollständig auf Basis erneuerbarer Energien.
Mit der erfolgreichen Umsetzung des Projekts hat die Verbandsgemeinde Alzey-Land einen wichtigen Schritt hin zu einer klimafreundlichen und zukunftsfähigen Energieversorgung ihrer öffentlichen Gebäude vollzogen. Die neue Anlagentechnik trägt dazu bei, den Energieeinsatz dauerhaft zu optimieren und die Betriebskosten langfristig zu senken. Gleichzeitig wird ein konkreter Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele geleistet.