Anlass und Ziele
Dieses Projekt wurde gefördert mit Mitteln aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI), das im Rahmen der „kommunalen Klimaoffensive“ der rheinland-pfälzischen Landesregierung eingerichtet wurde.
Kommunale Gebietskörperschaften konnten aus einem Maßnahmenkatalog auswählen, welche Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsprojekte vor Ort sinnvoll und gut umsetzbar sind und zur Erreichung der Klimaneutralität im Land beitragen.
- Zuordnung der Maßnahme
Kategorie Klimaschutz – Integriertes Sanierungsvorhaben - Bereich
Investitionen in energetische Sanierung, Ressourcenschonung und Effizienz - Gesamtkosten
182.027,60 € - Davon KIPKI-Mittel
180.000,00 €
Projektbeschreibung
Im Rahmen dieses Projekts wurde die bestehende, fossile Wärmeversorgung des Rathauses grundlegend modernisiert. Der veraltete Gas-Gebläsekessel wurde durch eine hocheffiziente Wärmepumpenanlage ersetzt, die das Gebäude nun überwiegend mit erneuerbarer Energie beheizt. Ziel der Maßnahme ist es, den Energieverbrauch sowie die CO₂-Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig die Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit der Wärmeversorgung zu erhöhen.
Zur Optimierung des Anlagenbetriebs wurden drei Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von jeweils 900 Litern installiert. Diese ermöglichen eine bedarfsgerechte Wärmespeicherung und -bereitstellung, verbessern die Effizienz der Wärmepumpe und tragen zur Entkopplung von Wärmeerzeugung und -verbrauch bei. Insbesondere in Kombination mit der auf dem Dach installierten Photovoltaikanlage kann der erzeugte Solarstrom zeitlich flexibel genutzt werden. Dadurch wird der Eigenverbrauchsanteil erhöht und der Strombezug aus dem öffentlichen Netz deutlich reduziert.
Durch den Austausch der Heiztechnik und die Nutzung erneuerbarer Energien werden jährlich rund 23 Tonnen CO₂ eingespart. Insgesamt stellt das Projekt einen wichtigen Schritt in Richtung klimafreundlicher kommunaler Infrastruktur dar und leistet einen aktiven Beitrag zur Energiewende in Rheinland-Pfalz.
Empfehlungen
Es ist es sinnvoll, zunächst eine raumweise Heizlastberechnung durchzuführen, um die tatsächliche Gebäudeheizlast zu ermitteln. In diesem Fall liegt diese erheblich unter der Heizleistung des ehemals verbauten Gasbrenners.