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Einsparpotenziale im Gebäudesektor
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Praxisbeispiele aus den Kommunen

Während kommunales Energiemanagement vor allem Transparenz schafft und Einsparpotenziale im Betrieb sichtbar macht, setzen energetische Sanierungen direkt an der Gebäudehülle und der Anlagentechnik an. Die folgenden KIPKI-Praxisbeispiele aus Rheinland-Pfalz zeigen, wie unterschiedliche Ansätze von der Dämmung von Dach oder Fassade über den Austausch von Fenstern und Türen bis hin zur Umstellung auf erneuerbare Heizsysteme den Energiebedarf dauerhaft senken und kommunale Gebäude zukunftsfähig machen können.

Weitere Praxisbeispiele im Bereich Gebäudesanierung finden Sie hier im Energieatlas.

Energetische Sanierung des Rathauses in Höhr-Grenzhausen durch Heizungstausch

Im Rathaus wurde die bisherige Gasheizung durch eine effiziente Wärmepumpe ersetzt. Sie bildet nun das Herzstück der Wärmeversorgung und nutzt erneuerbare Energie zur Beheizung des Gebäudes. Drei Pufferspeicher mit jeweils 900 Litern unterstützen den wirtschaftlichen Betrieb der Wärmepumpe und steigern ihre Effizienz. In Kombination mit der PV-Anlage auf dem Dach kann ein großer Teil des benötigten Stroms selbst erzeugt werden. Durch den Heizungstausch und die Nutzung erneuerbarer Energien werden jährlich rund 23 t CO2 eingespart. 

Energetische Sanierung der Außenfassade des Hubertus-Rader-Förderzentrums in Gerolstein

Im Fokus der energetischen Sanierung standen der Austausch von rund 250 m² veralteten Fenster- und Türflächen sowie die Dämmung von ca. 230 m² Außenwänden, Decken und Unterzügen. Die neuen Elemente erreichen U-Werte zwischen 0,9 und 1,3 W/m²K. Durch die Maßnahmen werden Wärmeverluste reduziert, der Energieverbrauch deutlich gesenkt sowie eine spürbare Reduktion der CO₂-Emissionen von 10 t pro Jahr erwartet. 

Neben der energetischen Verbesserung trägt das Projekt auch zum Erhalt der Gebäudesubstanz bei und sorgt für ein konstanteres, behaglicheres Raumklima.

Flachdachsanierung der Grundschule Maring-Noviand in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues

Ziel der energetischen Sanierung des Flachdachs war die Verbesserung der Wärmedämmung und die Reduzierung des Energiebedarfs des Gebäudes. Dafür wurde die bestehende Dämmung vollständig entfernt und durch eine neue Gefälledämmung ersetzt. Die Maßnahme wurde auf Grundlage eines U-Wertes von 0,19 W/m²K umgesetzt. Damit konnte der Referenzwert von 0,20 W/m²K nochmals verbessert werden. Der neue Dachaufbau umfasst eine Grunddämmung von 8 cm sowie eine Gefälledämmung mit Dicken zwischen 3 und 15,5 cm in der Wärmeleitgruppe 023.

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